12. Ostereiermarkttage locken knapp 600 Gäste in den Rathaussaal Gera

Lag es am Sonnenschein oder am neuen Veranstaltungsort, dem Rathaussaal – am Samstagnachmittag jedenfalls hätten die 19 Aussteller der 12. Geraer Ostereiermarkttage gern noch mehr Besucher gesehen. Ihrer guten Laune tat dies jedoch ­keinen Abbruch. Im Gegenteil. Denn so blieb genügend Zeit für Plaudereien mit neugierigem Publikum über die Ei-Kunst.

OTZ vom 27. März 2017 von Christiane Kneisel 

Während diese vor ­allem in der aktuellen Kabinettausstellung in Naturkundemuseum zu bewundern ist, durfte bei den Markt­tagen den Ausstellern bei ihren Gestaltungstechniken auch über die Schulter geschaut werden. Wachsbossiertechnik führte zum Beispiel die Geraerin Luise Behrens vor, tupfte dabei das erwärmte Gemisch aus ­Bienen- und Kerzenwachs mit Federkielen oder Stecknadeln auf die Eier.

Kunstvolle Tusche-Schriften auf Ei hatte Andrea Steinel mitgebracht: die Schöpfungs­geschichte, „Faust“ auf sächsisch, Goethes „Osterspaziergang“ und „Erlkönig“, das Gersche Alphabet, diverse Frühlingslieder. Ihre jüngste Arbeit, die 95 Luther-Thesen verewigt auf 33 Eiern, ist derzeit in der Schau ausgestellt. Damit scheint die Geraerin vom Freundeskreis Ostereiermarkt voll ins Schwarze der Publikumsgunst getroffen zu haben. „Ich hatte etliche Anrufe, ob ich die 95 Thesen verkaufe. Da habe ich die Interessenten gefragt, ob sie wirklich 33 Eier haben wollen. Sie stutzten, wollten natürlich nur ein Ei. Da müsste nur geklärt werden, welche These sie möchten“, erzählt Andrea Steinel amüsiert.

Filigrane Blume hat die gelernte Porzellanmalerin Roswitha Lindig mittels Acrylfarben auf Eier gebannt hat. „Veilchen sind meine Lieblingsblumen. Die kann ich schon fast mit geschlossenen Augen malen“, erzählt sie. Eingehend betrachtet Familie Weiland die Blumenkunst. Selbst seien sie auch kreativ zu Hause, erzählen Mutter und Sohn.

Ei-Kunst mit Fadengrafik und Wachstechnik präsentiert Jutta Brückmann aus Chemnitz. Perforierte Eier mit Fantasiemuster bietet Martina Schauer aus Jena an. Mit ruhiger Hand und regelrecht fachmännisch bohrt sie mittels Drehmel die Löcher durch die dünne Schale. Der ausgebildeten Zahntechnikerin geht es wie selbst von der Hand, wobei die Arbeitsgeräusche an einen Zahnarztbohrer erinnern.

Die Erfurterin Ines-Annette Krummrich wird an ihrem Stand in Wachsbossiertechnik von Ehemann Rainer unterstützt. Er kümmert sich auch um das „Ausgangsmaterial“ – züchtet Wachteln und Zwerghühner. Aus Suhl angereist war Angelika Beuger mit Schwester Christina Jansky und brachte naive Malerei mit. „Einfach toll“, kommentierte das Ehepaar Strubelt die Markttage und das Rathaussaal-Ambiente. Fasziniert von ­Ei-Kunst, nahm es sich noch die Ostereier-Kabinettschau im ­Museum vor.

 

Den Original-Artikel bei der OTZ samt Bildergalerie finden Sie hier: 12. Ostereiermarkttage locken knapp 600 Gäste in den Rathaussaal Gera

 

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